Zertifikate und Konformität
Welche Unterlagen es gibt, wofür sie jeweils gelten und wie Sie sie bekommen. Ohne Siegel, die wir nicht führen, und ohne Zusagen, die im Audit nicht halten.
Lebensmittelkontakt
Für deutsche Einkäufer ist das die erste Frage, deshalb steht sie hier vorn.
Das deutsche Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch regelt, was Bedarfsgegenstände mit Lebensmittelkontakt an das Lebensmittel abgeben dürfen. Für den deutschen Handel ist das der Nachweis, nach dem zuerst gefragt wird.
Für den Lebensmittelkontakt gilt der europäische Rechtsrahmen mit den jeweils einschlägigen materialspezifischen Vorgaben, etwa für Kunststoffe. Welche davon greifen, hängt am Material des konkreten Artikels.
Für den US-Markt gelten die Vorgaben der Lebensmittelbehörde für Papier und Beschichtungen im Lebensmittelkontakt. Wir liefern Konformitätserklärungen des Lieferanten; eine FDA-Zertifizierung gibt es nicht, weil die Behörde keine Produkte zertifiziert.
Eine Regel vorweg: Nachweise gelten artikelbezogen, nie pauschal für ein ganzes Sortiment. Ein Zertifikat für einen Becher sagt nichts über einen Deckel oder eine Schale aus. Und eine Wortfrage mit Folgen: konform ist nicht dasselbe wie zertifiziert. Behörden wie die FDA zertifizieren keine Produkte — wir liefern Konformitätserklärungen und Prüfberichte, keine Zertifikatsnummer.
Kompostierbarkeit: der aktuelle Stand
Für die industrielle Kompostierung in der EU ist die Registrierung derzeit nicht durchgängig aktiv. Solange das so ist, führen wir sie nicht als laufendes Zertifikat auf und bewerben sie auch nicht. Fragen Sie den Stand vor jeder Ausschreibung bei uns ab, statt sich auf eine Normnummer in einer Produktliste zu verlassen.
Für die Heimkompostierung liegt ein Nachweis vor. Er gilt für dispersionsbeschichtete Behälter, nicht für Becher. Diese Unterscheidung ist keine Spitzfindigkeit — sie steht so im Zertifikat, und ein Prüfer wird genau dort nachsehen.
Zu den Beschichtungen liegt außerdem ein Prüfbericht zum Thema PFAS vor. Ein PFAS-frei-Zertifikat gibt es nicht, weder von uns noch von anderen: PFAS-Freiheit wird über ein Screening belegt, nicht über ein Siegel. Wer Ihnen ein Zertifikat dafür zeigt, verkauft Ihnen einen Prüfbericht mit Logo.
Werks- und Sozialaudits
Diese Nachweise verlangen Handelskunden im Lieferantenaudit am häufigsten.
Unabhängig auditiertes Qualitätsmanagement über Beschaffung, Fertigung und Prüfung. Der Standardnachweis in jedem Lieferantenaudit.
Managementsystem für Lebensmittelsicherheit entlang der Herstellungskette, inklusive HACCP-Grundsätzen.
Auditstandard für Verpackungshersteller. Wird von vielen europäischen Handelsketten als Eintrittskarte in die Lieferantenliste verlangt.
Karton aus verantwortungsvoll bewirtschafteter Forstwirtschaft. Auf Anfrage und je Auftrag, nicht pauschal für jede Position.
Audit der Arbeitsbedingungen in der Fertigung. Für Handelskunden mit Sorgfaltspflichten in der Lieferkette der übliche Nachweis.
Plattform für ethische Lieferkettendaten, über die Handelskunden Auditergebnisse direkt einsehen können.
Konformitätserklärungen und Prüfberichte anfordern
Nennen Sie den Artikel und den Markt, in den Sie liefern, dann schicken wir die passenden Konformitätserklärungen und Prüfberichte — in der Regel innerhalb eines Werktags.
- ISO 9001 Zertifikatskopie
- BRC Zertifikatskopie
- BSCI / SEDEX Auditbericht
- FSC Nachweiskette
- LFGB Prüfbericht
- Konformitätserklärung EU (1935/2004)
- FDA Konformitätserklärung des Lieferanten
Unterlagen geben wir auf Anfrage unter Vertraulichkeitsvereinbarung heraus. Zertifikatsscans veröffentlichen wir nicht öffentlich, um Missbrauch und Weiterverwendung durch Dritte zu vermeiden.
Unterlagen anfordern
Noch eine Frage zur Konformität?
Eine unabhängige Prüfung durch SGS oder Bureau Veritas lässt sich für Ihren Auftrag ebenfalls einrichten — sagen Sie uns früh Bescheid, dann planen wir sie mit ein.