Deckel für Kaffeebecher und Pappbecher
Der Deckel wird nicht nach der Bechergröße bestellt, sondern nach dem Randdurchmesser. Φ80 und Φ90 mm für Heißbecher, Φ78 bis Φ98 mm für Kaltbecher — in PS, PP, rPET, CPLA und Papier. Ab 10.000 Stück je Größe.
Welcher Deckel passt auf welchen Becher?
Die häufigste Fehlbestellung bei Becherdeckeln kommt daher, dass nach der Füllmenge bestellt wird. Ein 12-oz-Becher und ein 16-oz-Becher haben oft denselben Randdurchmesser und nehmen denselben Deckel — und zwei Becher mit derselben Füllmenge können unterschiedliche Ränder haben. Maßgeblich ist immer der Außendurchmesser des Bechermunds in Millimetern.
Für Heißbecher sind Φ80 und Φ90 mm die beiden Standardmaße im Foodservice; für kleine Formate von 6 bis 7 oz gibt es zusätzlich Φ73 mm. Bei Kaltbechern aus PET sind Φ78, Φ89, Φ95 und Φ98 mm im Programm. Wenn Sie Becher eines anderen Lieferanten führen: Messen Sie den Rand nach und schicken Sie uns die Zahl, dann klären wir die Passung vor der Bestellung statt danach.
Und weil ein Deckel selten allein bestellt wird — die häufigsten deutschen Suchanfragen lauten nicht „Deckel“, sondern „Kaffeebecher mit Deckel“ — führen wir Becher und Deckel als ein System. Ein Auftrag, eine Lieferung, eine geprüfte Passung.
Fünf Materialien für Kaffeebecher
Vom günstigsten PS-Domdeckel bis zum Papierdeckel mit dem geringsten Kunststoffanteil. Was die Materialien in Deutschland rechtlich unterscheidet, steht weiter unten — und es ist weniger, als die meisten annehmen.
PS-Deckel (Polystyrol)
StandardDer meistverkaufte Deckel für Heißbecher. Polystyrol in Lebensmittelqualität, mit Schnappverschluss, glatter Trinköffnung und Entlüftungsloch gegen Druckaufbau. In Weiß und Schwarz. Preislich der günstigste Einstieg — und mechanisch der sprödeste der fünf.
- Schnappverschluss mit sauberem Sitz
- Entlüftungsloch verhindert Druckaufbau
- Glatte Trinköffnung
- In Weiß und Schwarz
- Für Φ80 und Φ90 mm Randdurchmesser
- Passt auf einwandige, doppelwandige und Riffelbecher
PP-Deckel (Polypropylen)
BruchsichererPP gibt nach, wo PS bricht, und hält −10 °C bis 120 °C aus. Recycelbares PP mit Kennzeichnung 05, nimmt Farbe gut an und fühlt sich hochwertiger an als PS. Für den Lieferbetrieb der vernünftigere Deckel, weil ein gesprungener Deckel im Rucksack teurer ist als der Aufpreis. Auch der Standarddeckel für PP-Bubble-Tea-Becher.
- Flexibler als PS, springt seltener
- Temperaturbereich −10 °C bis 120 °C
- Recycelbares PP, Kennzeichnung 05
- FDA und EU geprüft — Prüfbericht am Deckel, nicht am Becher
- In Weiß, Schwarz und Transparent
- Für Φ80 und Φ90 mm Randdurchmesser
- Schnappverschluss mit hörbarem Klick
rPET-Deckel (Rezyklat)
RezyklatDeckel aus Post-Consumer-Rezyklat statt aus Neuware. Interessant für Betriebe, die eine Rezyklatquote nachweisen müssen — etwa in der Nachhaltigkeitsberichterstattung oder gegenüber Handelskunden. Wichtig zu wissen: Rezyklat ändert nichts an der Einstufung als Einwegkunststoff. In Grau, Weiß und Schwarz.
- Aus Post-Consumer-Rezyklat
- Rezyklatanteil und Nachweise auf Anfrage
- Hitzebeständig bis 120 °C
- In Grau, Weiß und Schwarz
- Für Φ80 und Φ90 mm Randdurchmesser
- Bleibt Einwegkunststoff im Sinne der EU-Richtlinie
PLA- und CPLA-Deckel
PflanzenbasiertZwei verschiedene Dinge unter einem Namen: klares PLA ist für kalte und lauwarme Getränke bis etwa 60 °C, CPLA ist kristallisiertes PLA, meist deckend, und bleibt bis etwa 100 °C formstabil — das ist die Variante für Kaffee. Für Heißgetränke also immer CPLA verlangen, nicht PLA. Und einen Punkt sagen wir deutlich, weil er oft falsch angenommen wird: pflanzenbasiert heißt nicht befreit.
- CPLA bis etwa 100 °C, klares PLA nur bis etwa 60 °C
- Aus pflanzenbasiertem Rohstoff statt aus Erdöl
- Passend zu PLA-beschichteten Pappbechern
- Gilt nach der EU-Einwegkunststoffrichtlinie als Kunststoff
- Industrielle Kompostierung nötig, kein Gartenkompost und keine Biotonne
- Zertifikatsstand vor der Bewerbung bei uns anfragen
Papierdeckel, flach und mit Trinköffnung
Wenig KunststoffPapierdeckel gibt es in zwei Ausführungen, und der Unterschied ist größer als er klingt: unbeschichtet, also reiner Karton ohne Kunststoffanteil, oder mit einer dünnen funktionalen Beschichtung für mehr Feuchtigkeitsbeständigkeit. Nur die unbeschichtete Ausführung ist tatsächlich plastikfrei und geht als reiner Karton ins Altpapier. Welche für Ihren Einsatz taugt, hängt am Getränk und an der Standzeit — legen Sie es im Angebot ausdrücklich fest. Flach und mit Trinköffnung, in Weiß und Kraft.
- Zwei Ausführungen: unbeschichtet oder beschichtet
- Flach oder mit Trinköffnung
- Unbeschichtet: reiner Karton, im Altpapier entsorgbar
- In Weiß und Kraft-Braun
- Beschichtet: feuchtigkeitsbeständiger, dafür nicht plastikfrei
- Ausführung und Beschichtungsart bitte im Angebot festlegen
PET-Deckel für Plastikbecher und Eisbecher
Glasklare PET-Deckel für Eiskaffee, Bubble Tea, Smoothies und Cold Brew. Vier Bauformen, mehrere Randdurchmesser — zu jeder Kaltbechergröße gibt es einen passenden Deckel.
Einwegkunststoff, Kennzeichnung und Mehrwegangebot
Der Deckel ist rechtlich kein Zubehör. Die EU-Einwegkunststoffrichtlinie führt Getränkebecher ausdrücklich einschließlich ihrer Deckel und Verschlüsse — was daraus folgt, steht hier.
Der Deckel zählt zum Becher
Getränkebecher sind in der Richtlinie einschließlich Deckel und Verschlüsse genannt. Ein Kunststoffdeckel steht damit im selben Regelwerk wie der Becher, nicht daneben.
Kennzeichnungspflicht
Kunststoffhaltige Einweg-Getränkebecher tragen die vorgeschriebene Kennzeichnung mit dem Schildkrötensymbol. Wir liefern das Motiv druckfertig mit — sagen Sie uns nur die Sprachfassung.
Einwegkunststofffonds
Seit 2024 zahlen Hersteller und Inverkehrbringer kunststoffhaltiger Einwegprodukte in den Fonds ein. Die Abgabe hängt an der in Verkehr gebrachten Menge — den aktuellen Satz nennt das Umweltbundesamt.
PLA ist keine Ausnahme
Der häufigste Irrtum in Angeboten. Nach der EU-Richtlinie gilt auch pflanzenbasierter Kunststoff als Kunststoff. Ein CPLA-Deckel ändert die Einstufung nicht — er ändert nur das Rohstoffprofil.
Mehrwegangebotspflicht
Wer Getränke in Einwegkunststoff ausgibt, muss seit 2023 nach VerpackG dieselbe Ware auch in Mehrweg anbieten, zum gleichen oder günstigeren Preis. Das betrifft den Betrieb, nicht die Verpackung — planen Sie es trotzdem beim Einkauf mit.
Beim Papierdeckel zählt die Ausführung
Die Kennzeichnungspflicht knüpft an den Kunststoffanteil an: Nach der EU-Durchführungsverordnung 2020/2151 sind kunststoffbeschichtete Becher kennzeichnungspflichtig, Ausführungen ganz ohne Kunststoff nicht. Für die Abgabe gilt dieselbe Definition des Einwegkunststoffprodukts — lassen Sie das für Ihre konkrete Ausführung bestätigen. Welche Sie bestellt haben, halten wir schriftlich fest.
Was Sie von uns bekommen
Fragen zu Becherdeckeln
Becher und Deckel als System
Deckel anfragen
Nennen Sie uns den Randdurchmesser Ihrer Becher, das Material und die Jahresmenge. Wenn Sie den Rand nicht kennen, schicken Sie uns zwei Becher — wir messen nach. Angebot innerhalb von 24 Stunden.