Klare Kaltgetränkebecher aus PET und PP mit Deckeln in mehreren Größen

Kaltgetränkebecher

Drei Materialien, ein Einsatzfall: Getränke, die kalt bleiben sollen und dabei gut aussehen. Was sie unterscheidet, ist nicht der Preis, sondern was das Getränk mit ihnen macht.

Die eine Frage, die hier entscheidet

Wird versiegelt oder nicht. Wenn eine Siegelmaschine im Spiel ist oder Toppings im Getränk schwimmen, führt der Weg zu PP: dickwandig, 90 mm Rand, -10 °C bis 120 °C. Wenn stattdessen die Optik zählt, etwa bei geschichteten Drinks, ist PET die Wahl: glasklar, dünnwandiger, ausschließlich kalt. PLA sieht aus wie PET und ist pflanzenbasiert, verlangt aber industrielle Kompostierung und gilt in der EU rechtlich als Kunststoff.

PET, PP und PLA im direkten Vergleich

Alle drei sehen im Regal ähnlich aus. Der Unterschied zeigt sich erst im Betrieb: beim Siegeln, beim Fallenlassen und an der Kasse.

MaterialOptikSiegelfähigStabilitätBedruckbarTypischer Einsatz
PETGlasklar, höchste TransparenzNeinBricht eher, als dass es nachgibtRundumdruck oder EtikettEiskaffee, Smoothies, geschichtete Getränke
PPLeicht milchig bis klarJaHartplastik, gibt nach statt zu splitternIML, RundumdruckBubble Tea, Slush, Lieferbetrieb
PLAKlar, optisch wie PETNeinWie PET, weicht ab ca. 40 °C aufRundumdruckKalte Getränke mit Kompostieranschluss

* PLA gilt nach der EU-Einwegkunststoffrichtlinie ebenfalls als Kunststoff — siehe Abschnitt unten.

Größen: in Litern, nicht in Unzen

Im deutschen Ausschank wird nach Litern bestellt und nach Randdurchmesser gedeckelt. Beides steht hier nebeneinander, weil die Fehlbestellung fast immer am Rand hängt, nicht an der Füllmenge.

GrößeFüllmengeRanddurchmesserPassender Deckel
0,2 l200 mlΦ78 mmFlach- oder Domdeckel Φ78
0,3 l260–300 mlΦ90 mmFlach, Dom oder C-Loch Φ90
0,4 l400 mlΦ90 / Φ95 mmFlach, Dom oder C-Loch
0,5 l480–500 mlΦ95 mmDom- oder Trinkdeckel Φ95
0,6 l600 mlΦ95 / Φ98 mmDomdeckel, hoch
0,7 l700 mlΦ98 mmDomdeckel, hoch

* Mindestmenge 20.000 Stück je Größe. Randdurchmesser bitte am Muster nachmessen, bevor Deckel separat bestellt werden.

Wofür deutsche Betriebe Kaltbecher bestellen

Die Reihenfolge hier entspricht dem, wonach in Deutschland tatsächlich gesucht wird — nicht dem englischen Sortiment.

🧊

Slush und Eisgetränke

Der mit Abstand größte Einsatzfall im deutschen Markt. Domdeckel mit C-Loch, Randdurchmesser passend zur Slush-Maschine.

🥤

Smoothies to go

Glasklares PET, damit die Schichtung sichtbar bleibt. Deckel mit oder ohne Halmloch je nach Halmverbot-Handhabung.

🧋

Bubble Tea

PP mit 90-mm-Rand für den Siegelbetrieb. Siegelfolie und Becher sollten aus einem Auftrag kommen.

🍦

Milchshakes

Höhere Becher mit Domdeckel, damit Sahne und Topping Platz haben, ohne am Deckel zu kleben.

🚚

Lieferdienst

PP statt PET, weil es im Rucksack nachgibt statt zu brechen. Siegelfolie hält besser dicht als jeder Deckel.

🎪

Veranstaltung und Festival

Bedruckte Becher als Werbefläche. Bei Mehrwegpflicht vor Ort vorher die Ausschreibung des Veranstalters prüfen.

Was Kaltbecher in Deutschland auslösen

Alle drei Materialien auf dieser Seite sind Kunststoff im Sinne der EU-Einwegkunststoffrichtlinie — auch PLA. Pflanzenbasiert heißt nicht befreit: modifizierte natürliche Polymere sind ausdrücklich erfasst. Wer mit einem Materialwechsel von PET auf PLA eine Abgabe vermeiden will, greift zum falschen Hebel.

Konkret bedeutet das dreierlei. Einweg-Getränkebecher aus Kunststoff sind kennzeichnungspflichtig und tragen das Schildkrötensymbol; wir liefern das Motiv druckfertig mit. Seit 2024 zahlen Hersteller und Inverkehrbringer in den Einwegkunststofffonds ein — den Satz nennt das Umweltbundesamt, wir nennen ihn hier bewusst nicht. Und wer Getränke in Einwegkunststoff ausgibt, muss seit 2023 nach VerpackG dieselbe Ware auch in Mehrweg anbieten, zum gleichen oder günstigeren Preis.

Die Kennzeichnung gehört auf das Druckmotiv, nicht auf einen Aufkleber hinterher. Sagen Sie uns beim Angebot, in welche Märkte Sie liefern, dann steht sie von der ersten Serie an richtig drauf.

Häufige Fragen

PET oder PP, wenn ich mich für eines entscheiden muss?
PP, wenn versiegelt wird oder Toppings im Getränk sind. PET, wenn das Getränk selbst wirken soll. Betriebe, die beides servieren, führen meist beides: Die Mindestmenge gilt je Artikel und Größe, deshalb ist die Entscheidung ohnehin je Getränk zu treffen und nicht für das ganze Sortiment.
Sind PET- und PP-Becher in der EU zulässig?
Ja. Die EU-Einwegkunststoffrichtlinie verbietet Becher aus expandiertem Polystyrol, also Styropor, nicht aber PET und PP. Diese tragen lediglich die vorgeschriebene Kennzeichnung. Styroporbecher führen wir nicht. In Deutschland gilt zusätzlich die Pflicht, eine Mehrwegalternative anzubieten.
Warum sind die Größen mal in Litern, mal in Unzen angegeben?
Der internationale Handel kalkuliert in Unzen, in Deutschland wird in Litern eingekauft. Auf den deutschen Seiten steht deshalb der Liter vorn. Für den Deckel ist ohnehin keine der beiden Angaben entscheidend, sondern der Öffnungsdurchmesser in Millimetern.

Unsicher, welcher Artikel passt?

Sagen Sie uns, was Sie servieren und in welcher Menge. Wir grenzen ein, statt Ihnen den ganzen Katalog zu schicken.

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